Bademantel in Film und Serien

Wurde der Bademantel viele Jahrzehnte lang vor allem zu Hause getragen, ist er heute schon längst salonfähig geworden. Im 18. Jahrhundert galt der Bademantel vor allem als Privileg der Reichen, die es nicht nötig hatten, zu arbeiten, und stattdessen im Bademantel aus edlen Stoffen ihre Zeit verbringen konnten. In den Jahrzehnten danach war er hingegen als Kleidungsstück für Faule und Langschläfer, Kranke und Alkoholiker verpönt.

Die besten 10 Bademäntel
im Vergleich

Heute hat sich dieses Bild längst gewandelt. Nicht zur im eigenen Zuhause gehört der Bademantel zum „Savoir vivre“ dazu, auch Schwimmbäder und Saunen sowie Hotels mit Spa- und Wellnesseinrichtungen sind längst zu Orten geworden, an denen man seinen Bademantel völlig ungeniert in der Öffentlichkeit tragen kann.

Das Bild von Hotelgästen, die den Weg vom Spa-Bereich in ihr Zimmer in Bademantel und Badesandaletten zurücklegen, ist schon längst ein gewohntes geworden.

Heutzutage steht der Bademantel nicht nur für Wellness, Erholung und Entspannung, Gemütlichkeit und Gelassenheit sondern – wie in Film, Literatur und Popkultur – auch für die ganz eigene Lebensart des Trägers sowie – vor allem bei weiblichen Stars und Sternchen – für ein gehöriges Maß an Frivolität, Erotik und Sinnlichkeit.

Berühmte Bademantelträger

In Film und Literatur hat der Bademantel in den letzten Jahren eine immer wichtigere Rolle erlangt.

Frivol und etwas verrucht kommt er daher in Filmen wie „Pretty Woman“ in Gestalt von Julia Roberts oder in Serien wie „Sex and the City“, in der Carrie ihren Bademantel mit viel Nonchalance und Sex-Appeal trägt.

Auch männliche Bademantelträger wie Ollie Dietrich in „Dittsche – Das wirklich wahre Leben“, der seinen Bademantel im Film mit stoischer Gelassenheit und enormem Selbstbewusstsein trägt und damit zum fast berühmtesten Bademantelträger der Welt avancierte, oder Chandler in der Serie „Friends“ stehen für den stetig wachsenden Trend zum Bademantel selbst in der Filmbranche.

Im berühmten Film „The Big Lebowski“ trägt der Protagonist Dude, in Person von Jeff Bridges, einen Bademantel.

Die Absicht des Regisseurs dieses Films war, den faulen und entspannten Charakter des Hauptdarstellers zu betonen und ihn als einen ignoranten und bequemen Zeitgenossen erscheinen zu lassen, dem sämtliche Konventionen fremd sind und der sich seine ganz eigene Kleiderordnung schafft. Und das ist ihm voll und ganz gelungen, denn der Bademantel des Protagonisten wurde zum Markenzeichen!

Und wer kennt sie nicht, die Rocky-Filmreihe mit Sylvester Stallone, den man sich ohne seinen Bademantel schon fast nicht mehr vorstellen kann, oder die Kultserie „King of Queens“, in der Carrie bevorzugt im Bademantel herumhängt? Selbst Johnny Depp zeigt sich im Film „Das geheime Fenster“ in diesem lange Zeit verpönten, saloppen Kleidungsstück.

Auch aus dem Leben vieler Berühmtheiten wie Playboy-Gründer Hugh Hefner, den man kaum einmal ohne seinen berühmten Bademantel sieht, oder Udo Jürgens, der seine Zugaben bei seinen Konzerten stets in einem weißen Frotteebademantel gibt, ist der Bademantel nicht mehr wegzudenken.

Somit ist der Bademantel in Film und Fernsehen sowie auch auf der öffentlichen Bühne zu einem beliebten Stilmittel geworden, mit dem eine von jeglichen gesellschaftlichen Konventionen freie Lebensform und absolute Gelassenheit repräsentiert werden soll.